Gustav-Brandt’sche-Stiftung BA 2

Odeon

Gustav-Brandt’sche-Stiftung BA 1

Doppelhäuser Fliegerhorst Goslar

Gustav-Brandt’sche-Stiftung BA 3

Kontakt

Mannschaftsunterkünfte Fliegerhorst Goslar

Henriettenviertel

Gerhard-Uhlhorn-Kirche

Athanasius-Kirche

Maternus Pflegeheim

3404074

Gustav-Brandt’sche-Stiftung BA 0

Katholischer Bahnhof

AhrbergViertel

Ihmeauen

Königliche Reitakademie

Gustav-Brandt’sche-Stiftung

Der wohlhabende Kaufmann Gustav Brandt gründete 1916 eine Stiftung für bedürftige christliche Kaufleute mit dem Ziel der Errichtung eines Altersheimes. Die schwierige Wirtschaftslage in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg ließ einen Baubeginn des Gebäudekomplexes erst 1937 zu.

Im 2. Weltkrieg mussten die ersten Bewohner das bombenbeschädigte Haus bereits 1942 wieder verlassen, erst 1949 war ein dauerhafter Bezug möglich.

Nach Investitionen gegen Ende des letzten Jahrhunderts entschied sich die Stiftung 2015 für einen Verkauf von Immobilie und Grundstück.

Bauabschnitt 0 sieht die Umwandlung des historischen Stammgebäudes in Appartements für Studenten vor. Nach dem Auszug der bisherigen Bewohner Ende 2017 konnten die ersten Arbeiten beginnen.

 

Königliche Reitakademie

Im Zuge der 1866 beschlossenen Verlegung der preußischen Militärreitschule nach Hannover entstand ab 1874 an der Dragonerstraße eine Kaserne mit zahlreichen Plätzen und Gebäuden. Dieses Zentrum der militärischen Reitausbildung im Deutschen Kaiserreich beherbergte anfangs rund 200 Soldaten und 400 Pferde und galt als das „beste und berühmteste Reitgelände der Monarchie“.

Aufgrund weiteren Platzbedarfs wurde 1893 ein 1,5 Hektar großes Gelände zwischen Dragoner- und Rosenbergstraße erworben, auf dem 1895 nach Plänen des damaligen Baudezernenten Ferdinand Wallbrecht neben Reitplatz und Reithalle auch eine Turn- und Fechthalle und ein Offizierskasino fertiggestellt wurden.

1920 erfolgte der Übergang vom Militärreitinstitut zur Kavalleriereitschule.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges herrschte gewerbliche Nutzung der noch bestehenden Gebäude vor. Die ehemalige Turn- und Fechthalle wurde als Holzhandlung genutzt.

2012 entstanden in der ehemaligen Turn- und Fechthalle unter Beibehaltung der denkmalgeschützten Fassade moderne Stadtwohnungen.

Der villenartige Bau des ehemaligen Offizierskasinos beherbergt Wohn- und Büroräume.

In der Mitte des denkmalgeschützen Quartiers fügt sich ein Neubau mit modernen Stadtwohnungen ein.

Gerhard-Uhlhorn-Kirche

Als in den 1950er Jahren die Kirchenräume der hannoverschen Bethlehemsgemeinde wegen der vielen Flüchtlinge nicht mehr ausreichten, entstand eine zweite Stadtteilgemeinde. Der bedeutende deutsche Architekt Reinhard Riemerschmid entwarf einen Sakralbau, der 1963 fertiggestellt wurde und nach dem Gründer des Henriettenstiftes und ehemaligen Loccumer Abtes Gerhard Uhlhorn benannt wurde.

Die Architektur der Kirche basiert auf einem rechteckigen Grundriss und einem steilen, zurückliegenden, abgewalmten Kupferdach. Die Fassade besteht aus einem umlaufenden, zeittypischen Endlosmuster aus Betonfertigteilen und Verbundgläsern.


Das Gebäude  unterliegt dem Denkmalschutz, die Kirche gilt durch Ihre Architektur und Lage am Leineufer als Landmarke.

Die durch rückläufige Gemeindegliederzahlen bedingten Entwidmungen und Verkäufe diverser Kirchengebäude durch die hannoversche Landeskirche führte 2012 auch zur Frage einer Nachnutzung der Gerhard-Uhlhorn-Kirche.

Künftig wird das Gebäude als Wohnraum genutzt werden. Die Außenhülle des Gebäudes bleibt in seiner bisherigen Form bestehen.

Als „Haus im Haus-Prinzip“ wird sich im ehemaligen Kirchenraum eine Wohngemeinschaft über zwei Etagen entwickeln und dabei den Gedanken der Gemeinschaft beibehalten. Neben den gemeinschaftlich genutzten Bereichen wie Küche, Wäscheraum und Außenbereichen werden die privaten Zimmer der Wohngemeinschaft mit eigenem Bad und teilweise mit Loggia ausgestattet werden. Im Untergeschoss werden zur barrierefreien Nutzung Appartments entstehen.

Fliegerhorst Goslar

Um Anschluss an das wachsende zivile deutsche Luftverkehrsnetz zu erhalten, begannen 1925 die Planungen für einen Flugplatz. Die Stadt Goslar erwarb von der Klosterkammer Grauhof eine Fläche auf dem Grauhofer Feld, auf dem bald erste Flugzeuge landeten und 1927 der „Goslarer Flughafen“ eröffnet wurde.

Der ab 1933 getarnte Aufbau der deutschen Luftwaffe bedeutete für den Flughafen bald das Ende der zivilen Nutzung, die Vergößerung der Flächen und den Bau zahlreicher Gebäude auf dem Gelände, darunter Unterkunftsgebäude und Offizierswohnungen auf einer Teilfläche des Grauhofer Forstes. Die erste Soldaten belegten 1937 die Mannschaftsunterkünfte auf dem Gelände mit seinem waldartigen Charakter. Der Standort erhielt den Namen „Fliegerhorst“.

Mit dem Ende des 2. Weltkriegs endete mit letzten Flügen der Alliierten die aktive Luftfahrt auf dem Gelände. 1946 wurde das Flugfeld für die Landwirtschaft freigegeben. Zudem begann ab 1949 die Bebauung mit Wohnhäusern, aus denen der Stadtteil Jürgenohl entsteht.

Die Bundeswehr begann 1958 mit die Nutzung der bestehenden Einrichtungen. Ausbildungseinheiten der Luftwaffe betrieben aber keine aktive Luftfahrt. Im Zuge der Umstrukturierung verließen 2010 die letzten Soldaten das Gelände.

2016 wurde der östliche Teil des Geländes an die Klosterkammer Hannover übergeben und die Planungen für einen Umbau zu einem Wohngebiet begannen. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und dem Erhalt des Charakters entstehen in den ehemaligen Mannschaftsunterkünften und den Offizierswohnungen moderne Wohnungen.

Ihmeauen

1833 wurde in der damals noch selbstständigen Gemeinde Linden an der Ricklinger Straße das von August Heinrich Andreae entworfene Stadtkrankenhaus I eingeweiht. In den 1850er Jahren erfuhr das Gebäude erste räumliche Erweiterungen und Modernisierungen wie Gasbeleuchtung und Lastenaufzüge. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte eine Spezialisierung auf Hautkrankheiten, der ständiger Bedarf an Betten führte zu weiteren Neu- und Anbauten auf dem Gelände. 1938 erhielt die Einrichtung den Namen Krankenhaus Linden.

Luftangriffe in den Kriegsjahren führten dem Haus schwere Schäden zu. Nach Kriegsende entstand ein mit dem Altbau verbundener Neubau, 1955 wurde die neue Hautklinik Linden eingeweiht, sie avancierte zu einer der größten dermatologischen Fachkliniken Deutschlands. Nach einem Übergang in die Trägerschaft der Medizinischen Hochschule Hannover verließ die Klinik 2014 die Räumlichkeiten.

Im Zuge des Projekts Ihmeauen wurden die Gebäude der ehemaligen Hautklinik zu Wohnungen, Büros und Arztpraxen umgebaut. Der erste Bauabschnitt betraf den Altbau an der Ricklinger Straße, der zweite Bauabschnitt das an der Ihme gelegene Gebäude.

 

Henriettenviertel

Nach den Entürfen von Architekt Hermann Distel wurde 1937 das sogenannte Standortlazarett zwischen Weidetorstraße und Gehägestraße fertiggestellt.

Seine Prägung erhielt der Gebäudekomplex, als nach Kriegsende die British Army in den Räumen ihr Militärhospital für die in der Region stationierten Soldaten und ihre Familien einrichtete.

In den 1990er Jahren verließ die britische Armee im Zuge des allgemeinen Truppenabzugs das Gelände.

Nach einer Zeit des Leerstands begann 2001 Planung und Bau des Henriettenviertels, der 2005 abgeschlossen wurde, etwa 125 Wohnungen verschiedener Größen, Büro- und Geschäftsräume, Kindertagesstätte und Seniorenzentrum hervorbrachte und dabei die großzügige und grüne Gesamtanlage bewahrte.

Die gelungene Verquickung von alter Bausubstanz mit modernem Wohnraum unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes würdigten das Land Niedersachsen und die niedersächsische Architektenkammer im Jahr 2006 mit einem zweiten Platz beim Niedersächsischen Staatspreis für Architektur.

AhrbergViertel

1896 eröffnete Fritz Ahrberg in Linden seine erste Fleischerei, bald folgten weitere Ladengeschäfte. Der Erfolg veranlasste ihn zum Erwerb des Geländes am Deisterkreisel.

Nach Plänen des Bauingenieurs Paul Muschiol entstand dort 1912 die Wurst-, Aufschnitt- und Fleischkonservenfabrik Fritz Ahrberg. Die Fabrikräume beeindruckten durch ihre moderne Ausstattung mit fliesenverkleideten Wänden, Terrazzoböden und Marmorarbeitstischen. Ahrberg selbst bezog die auf dem Areal bereits bestehende Villa.

Das Unternehmen entwickelte sich zur bedeutendsten Fleischwarenfabrik Deutschlands. Der Betrieb wurde ständig erweitert, weitere Bauten wurden errichtet – beispielsweise das Kesselhaus, das sowohl als Kraftzentrale als auch als Kernstück der Räucherkammern fungierte – oder hinzuerworben, wie die damals an das Gelände angrenzende Bettfedernfabrik.

Ein Teil der Fabrikgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer zerstört, der Betrieb erholte sich aber zügig. 1200 Mitarbeiter waren auf dem Höhepunkt der Firmengeschichte im Unternehmen tätig.

Ab den 1960er Jahren veränderte sich wirtschaftliche Situation. Die folgenden Jahre stellten das Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. 1992 schließlich verkauften die Ahrberg-Erben das Unternehmen. Der neue Firmensitz wanderte in die Region, das Fabrikgelände stand leer.

Ab 1994 begannen Überlegungen zur neuen Nutzung des Areals. 1997 erhielt Dr. Gert Meinhof mit seinen Mitstreitern den Zuschlag von den Erben – als einzige Interessengemeinschaft, die den grundsätzlichen Erhalt der Bausubstanz auf dem Gelände vorsah.

Von 1997 bis 2001 entstand ein Stadtteilviertel mit zahlreichen Miet- und Eigentumswohnungen unterschiedlichster Gestaltung, dazu Büro-, Geschäfts- und Tagungsräume, Ateliers, Kindertagesstätte und Gastronomie.

Gustav-Brandt’sche-Stiftung

Der wohlhabende Kaufmann Gustav Brandt gründete 1916 eine Stiftung für bedürftige christliche Kaufleute mit dem Ziel der Errichtung eines Altersheimes. Die schwierige Wirtschaftslage in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg ließ einen Baubeginn des Gebäudekomplexes erst 1937 zu.

Im 2. Weltkrieg mussten die ersten Bewohner das bombenbeschädigte Haus bereits 1942 wieder verlassen, erst 1949 war ein dauerhafter Bezug möglich.

 

Nach Investitionen gegen Ende des letzten Jahrhunderts entschied sich die Stiftung 2015 für einen Verkauf von Immobilie und Grundstück.

Im Bauabschnitt 1 ist in direkter Nachbarschaft zum Bestandsgebäude das neue Pflegeheim entstanden. Im Dezember 2017 haben alle Bewohner den Neubau bezogen.

 

Gustav-Brandt’sche-Stiftung

Der wohlhabende Kaufmann Gustav Brandt gründete 1916 eine Stiftung für bedürftige christliche Kaufleute mit dem Ziel der Errichtung eines Altersheimes. Die schwierige Wirtschaftslage in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg ließ einen Baubeginn des Gebäudekomplexes erst 1937 zu.

Im 2. Weltkrieg mussten die ersten Bewohner das bombenbeschädigte Haus bereits 1942 wieder verlassen, erst 1949 war ein dauerhafter Bezug möglich.

Nach Investitionen gegen Ende des letzten Jahrhunderts entschied sich die Stiftung 2015 für einen Verkauf von Immobilie und Grundstück.

Der Bauabschnitt 2 ergänzt das Gelände an der Haeckelstraße mit Wohnungen für Familien. Die Fertigstellung steht kurz bevor.

 

Gustav-Brandt’sche-Stiftung

Der wohlhabende Kaufmann Gustav Brandt gründete 1916 eine Stiftung für bedürftige christliche Kaufleute mit dem Ziel der Errichtung eines Altersheimes. Die schwierige Wirtschaftslage in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg ließ einen Baubeginn des Gebäudekomplexes erst 1937 zu.

Im 2. Weltkrieg mussten die ersten Bewohner das bombenbeschädigte Haus bereits 1942 wieder verlassen, erst 1949 war ein dauerhafter Bezug möglich.

Nach Investitionen gegen Ende des letzten Jahrhunderts entschied sich die Stiftung 2015 für einen Verkauf von Immobilie und Grundstück.

Am Bischofsholer Damm bietet Bauabschnitt 3 mehrere Wohnungen verschiedener Größen. Die Fertigstellung steht kurz bevor.

 

Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts führte zu einer starken Zuwanderung nach Linden mit seinen Fabriken. Eine Sammlung katholischer Arbeiter aus dem Eichsfeld gründete 1879 in der St.-Godehard-Gemeinde den Katholischen Arbeiterverein, der mittels Bildung und Wohltätigkeit auf eine Entfremdung von der Kirche abzielte. 1904 erbaute der Verein nach Plänen von Maximilian Jagielski und Georg Thofehrn die Konkordia-Säle, einen Bau im Heimatschutzstil, der angesichts der hallenartigen Struktur im Volksmund bald auch Katholischer Bahnhof genannt wurde.

Ein reges Vereinsleben füllte in den folgenden Jahren die Räume: Diskussionen und Vorträge, Gesangsvorführungen, Theatervorstellungen und Feste machten den Katholischen Bahnhof zu einem Zentrum der Arbeiterschaft.

Nach dem 1. Weltkrieg gab die St.-Godehard-Gemeinde das Gebäude auf, aus dem Katholischen Arbeitervereinshaus wurde die Gaststätte Konkordia mit einer Kegelbahn. Nach dem 2. Weltkrieg dienten die Räume verschiedensten Zwecken: In der Gaststätte mit großer Bühne gründete sich die Hannoversche Schauspielschule, die St.-Godehard-Gemeinde nutzte das Gebäude als Notkirche, 1946 versammelte sich dort die Allgemeine Gewerkschaft, aus der später der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB hervorging. In den 1970er Jahren beherbergten die Räume eine spanische Diskothek.

Mitte der 1980er Jahre wurden die Räume saniert und zu Wohn- und Büroräumen in der heutigen Form ausgebaut.

Athanasius-Kirche

Die Athanasiuskirche wurde als jüngste von drei Kirchen der evangelisch-lutherischen Südstadtgemeinde Hannover ab 1962 erbaut. Bei ihrer Einweihung im Dezember 1964 war die moderne Kirche die einzige in Hannover, die sich im ersten Obergeschoss befand.

Seit 2005 öffnete sich das Gebäude als Kulturzentrum Athanasius-Haus für das Haus der Religionen, zudem haben das Kulturbüro Südstadt und andere kulturelle Gruppierungen hier ihr Zuhause.

2013 erfolgte die Entwidmung der Kirche, die hannoverschen Südstadtgemeinden konzentrieren sich seitdem auf andere Orte. 2015 wurde die Immobilie verkauft. Die bisherigen Institutionen behalten ihre Räume, in den oberen Geschossen werden Wohnungen eingebaut.